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Mehr Natur, Schatten und Rückzugsorte

Umgestaltung des Aussenraums beim Schulhaus Aeschrain geplant.

Der Pausenplatz beim Schulhaus Aeschrain ist in die Jahre gekommen. Der Asphalt ist beschädigt, Spielmarkierungen sind nicht mehr sichtbar und der Platz bietet wenig Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig wünschen sich die Kinder seit den Detektiv-Workshops 2019, ihren Pausenplatz aktiv mitzugestalten. Diese Anliegen wurden im Rahmen des Aktionsplans «Kinderfreundliche Gemeinde» aufgenommen. Das Netzwerk Schulalter erhielt den Auftrag, die Umgestaltung zu planen und zu koordinieren.

In einem breit abgestützten Workshop im November 2024 – mit Kindern, Lehrpersonen, Schulleitung sowie Vertretungen von Schule und Gemeinde – wurden die zentralen Schwachstellen des heutigen Aussenraums klar benannt: Es fehlen Rückzugsorte für ruhesuchende Kinder, es gibt zu wenig Sitz- und Begegnungsmöglichkeiten und insbesondere entlang der Westfassade mangelt es an Schatten. Zudem werden vorhandene Flächen kaum genutzt, obwohl sie grosses Potenzial bieten.

Die geplante Neugestaltung verfolgt ein klares Ziel: Der Aussenraum soll grüner, kühler und vielfältiger werden – und deutlich stärker als Lern- und Lebensraum dienen. Künftig sollen hier nicht nur Pausen stattfinden, sondern auch Unterricht, Gruppenarbeiten und ruhige Momente möglich sein. Gerade Kinder, die sich auf grossen offenen Flächen verloren fühlen oder Gruppenspiele meiden, sollen Orte finden, an denen sie sich wohl und sicher fühlen.

Konkret soll der Asphalt durch einen naturnahen Schotterrasen ersetzt werden, ergänzt durch Wildstauden, Blumenflächen und bestehende wie neue Bäume. Geplant sind ein Aussenklassenzimmer mit Steinkreis, ein Baumhaus als besonderer Lern- und Rückzugsort sowie ein kleiner Wasserlauf, der für Abkühlung sorgt und gleichzeitig die Biodiversität fördert. Findlinge und Holzstämme schaffen zusätzliche Sitzgelegenheiten – zum Austauschen oder zum stillen Lesen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beschattung der Schulräume: Entlang der Westfassade ist ein Pilotprojekt mit begrünten Rankkonstruktionen vorgesehen. So kann getestet werden, ob diese Massnahme die Hitze spürbar reduziert und sich im Alltag bewährt, bevor eine mögliche Erweiterung folgt.

Die Schule möchte die Kinder nicht nur in die Planung, sondern auch in einfache Unterhaltsarbeiten einbeziehen. So entsteht Verantwortung, Identifikation und ein lebendiger Lernort, der gemeinsam getragen wird.

Mit diesem Projekt soll ein zukunftsfähiger, naturnaher und kinderfreundlicher Aussenraum entstehen. Ein Gewinn für die Schule Knonau und für das ganze Dorf.

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